Meine Vision und mein Verständnis
Einfach, kostengünstig, den individuellen Bedarf deckend. Angepasst an Haltung und Training. Nicht unnötig kompliziert oder teuer. Auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend, ohne überliefertes (Pflanzen-) Wissen zu ignorieren. Offen für Neues, aber ohne jeden Trend mitzunehmen. Das ist in meinen Augen Pferdefütterung wie sie sein soll.
Die Ration dient dem Pferd
Das heißt für mich in erster Linie: Eine Ration muss dem Pferd alles liefern, was es benötigt. Es geht um die individuellen Bedürfnisse des Pferdes. Immer im Rahmen der Möglichkeiten hinsichtlich Haltung und Training bzw. Bewegung.
Neben ausreichend Rauffutter zur Befriedigung des Kaubedürfnisses geht es bei einer Ration vor allem um die passende Energiezufuhr und eine ausgewogenen Eiweißversorgung. Zusätzlich müssen alle notwendigen Mengen- und Spurenelemente sowie Vitamine zur Verfügung gestellt werden.
Differenzierte Betrachtung ist ein Muss
Pauschal kein Mineralfutter zu füttern, weil es nicht natürlich ist, kommt für mich genauso wenig infrage, wie Mineral- und andere Zusatzfutter blind zu ergänzen, weil irgendwelche Studien oder Firmen sagen, dass es unbedingt notwendig sei.
Ich bevorzuge möglichst einfache naturnahe Futtermittel. Zum Beispiel ist Hafer als Energielieferant immer meine erste Wahl vor Mischfutter / Müsli. Wenn aber ein Müsli in der Zusammensetzung besser in die Ration passt, um das Pferd richtig zu versorgen, dann werde ich auch das Müsli empfehlen. Pferdefütterung muss differenziert betrachtet werden, denn jedes Pferd ist anders.
Pferdefütterung unkompliziert und alltagstauglich
Es darf nicht zu kompliziert sein: Nicht jeder kann seinem Pferd dreimal täglich eine Futterschüssel vorbereiten. Oder zig Kräuter und Zusatzfuttermittel geben. Nicht immer besteht die Möglichkeit, das Futter einzuweichen. Dann ist das fertige Müsli unter Umständen die bessere Wahl. Jede Ration wird unter Berücksichtigung der persönlichen Möglichkeiten und der Gegebenheiten im Stall erstellt.
Nachhaltigkeit und Regionalität
Ein weiterer Aspekt bei der Pferdefütterung, der mir sehr wichtig ist: Nachhaltigkeit. Bei der Arbeit mit den ätherischen Ölen wiegt das noch die schwerer, aber auch beim Futter der Pferd ist Nachhaltigkeit für mich ein wichtiger Aspekt. Woher stammt das Futter, die Pflanze, wie erfolgt der Anbau und welche Transportwege sind notwendig? Fragen, die man sich stellen sollte, wenn man verantwortungsbewusst mit der Natur umgehen möchte. Für viele Kräuter, die weite Transportwegen haben, gibt es einheimische Alternativen, die vielleicht weniger schick klingen, aber ähnlich wirken. So einfach und regional wie möglich ist für meine Beratungen daher ein wichtiger Aspekt.
Weniger ist mehr in der Pferdefütterung
Ich selber habe schon sehr viel Geld ausgegeben für die Fütterung meiner Pferde. Mal mehr, mal weniger sinnvoll. Im Laufe der Jahre habe ich bei meinen eigenen Pferden viel probiert, viel gelernt und bin am Ende zu einer relativ reduzierten Fütterung gekommen. Ich liebe Kräuter und durchdachte Kräutermischungen als Ergänzung, mein Grundsatz lautet aber auch oder gerade hier immer „weniger ist mehr“. Pferdefütterung ist nicht besser, umso komplizierter oder umfangreicher sie ist.
Verantwortung als Pferdebesitzer
Ich vertraue meinen Pferden, dass sie in gewisser Weise wissen, was ihnen gut tun. Aber vor Giftpflanzen schütze ich sie ganz bewusst. Und ob das Gras neben dem gespritzten Maisfeld eine gute Idee ist oder nicht, ist am Ende nicht die Entscheidung meiner Pferde, sondern meine. Und ich sage „Nein“. Diese Verantwortung habe ich auch in Bezug auf die Fütterung meiner Pferde.
Wir dürfen unseren Tieren zuhören, sie beobachten, sie wahrnehmen, aber wir haben auch die Verantwortung, sie vor sich selber zu schützen. Weder wissen sie, dass ein Feld mit Chemie gedüngt wurde noch das die Wiese das örtliche Hundeklo ist. Sie können auch nicht beurteilen, ob der Wald mit den leckeren Bäume durch ein vielbefahrene Straße belastet ist oder nicht.
Hier sind wir gefragt und hier haben wir die Verantwortung, unsere Pferde und ihre Gesundheit zu schützen. Unsere Welt heute hat wenig gemein mit der Welt ihrer Vorfahren und bei aller Liebe zur Natur müssen wir doch die Grenzen in unserer heutigen Welt im Blick behalten.
Pauschalaussagen in der Pferdefütterung
Jedes Pferd muss 24/ Heu zur Verfügung haben, damit es gesund ist. Hafer macht blöd, füttere lieber ein Müsli. Bierhefe ist schädlich. Luzernefasern verursachen Magengeschwüre.
Die Liste kann man unendlich fortsetzen. Oft steckt hinter solche pauschalen Aussagen in der Pferdefütterung ein Fünkchen Wahrheit, meist aber falsch interpretiert oder zu einseitig betrachtet.
Solche Aussagen verunsichern den Pferdebesitzer, sind oft fachlich nicht korrekt und werden aber als die eine Wahrheit verkauft. Meist gibt es aber nicht eine Wahrheit, sondern einfach Vor- und Nachteile bei den verschiedenen Futtermitteln.
Bei mir musst Du keine Angst haben, dass ich Deiner bisherige Fütterung verurteile und Dir ein schlechtes Gewissen mache. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung der bisher verwendeten Futtermitteln mit den Vor- und Nachteilen und ich schlage Dir ggf. Alternativen vor.
Kontakt und Leistungsangebot
Wenn Du Dich hier abgeholt fühlst, wenn Du Interesse an meiner Arbeit hast oder noch Fragen offen sind, melde Dich gerne bei mir.
Wenn Du Dir mein Angebot für Dein Pferd ansehen möchtest, findest Du hier alle Informationen.
